Die Geschichte der Bademode
Die Bademode ist mittlerweile genauso vielfältig wie die Dessousmode. Es gibt Badeanzüge in allen Formen und Farben und je nach persönlichem Geschmack kann man zwischen den verschiedenen Modellen wählen.
Kurzer geschichtlicher Rückblick
Das Baden wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts unter den Menschen populär, davor hat man in seiner Freizeit eher geangelt oder ist gesegelt. Das gemeinschaftliche Baden von Männern und Frauen war ebenfalls bis ins 19. Jahrhundert nicht selbstverständlich, als es dann aber nicht mehr verpönt wurde musste geschlechtsspezifische Bademode her um Männer und Frauen im Wasser voneinander unterscheiden zu können. Die ersten Badeanzüge waren aus Wolle und Baumwolle gefertigt. Da diese Stoffe das Wasser aufsaugen, schwer werden und nur langsam trocknen musste eine neue Lösung her. Seit der Erfindung von Nylon 1935 wird der synthetische Stoff für die meisten Badeanzüge verwendet.
Anfangs war es für Frauen Pflicht, ihren ganze Körper zu bedecken wenn sie baden gingen. Das führte dazu, dass viele Frauen vor Entdeckung und Nutzung von Nylon wegen ihrer zu schweren Badekleidung gerettet werden mussten oder gar ertranken. In den geschlossenen Badeanstalten wurde im 19. Jahrhundert in der damaligen Unterwäsche, einem Beinkleid, einem Leibchen und Strümpfen, gebadet. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Badekleider kürzer und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden dann Einteiler immer populärer. Ein großes Problem war jedoch nach wie vor die Freizügigkeit der Frauen, so dass in den 1930er Jahren die preußische Regierung den Zwicklererlass verabschiedete, indem festgehalten wurde welche Körperstellen unbedingt bedeckt werden mussten.
Der Bikini tritt den Siegeszug an
Zwanzig Jahre später waren diese Erlasse mit der Geburtsstunde des Bikinis jedoch vergessen. Die Bikinis wurden ausschließlich aus Nylon gefertigt und Baumwolle und Wolle fanden nur noch vereinzelt Verwendung. Seither gab es immer knappere Modelle und Schnitte mit denen die Bademodenindustrie die Frauen für das Badevergnügen ausrüstet. String-Bikinis sind vor allem in Brasilien verbreitet, dort fällt man mit einem Hipster-Bikini-Höschen am Strand eher auf. Auch der Microkini ist auf dem amerikanischen Kontinent beliebt, dabei handelt es sich um ein besonders knappes Bikini-Modell, dass nicht unbedingt für alle Konfektionsgrößen zu empfehlen ist.
Für Frauen mit streng islamischen Glauben wurde der Burkini, ein Ganzkörperbadeanzug entwickelt, damit die Frauen in der Anwesenheit von Männern baden gehen können. Ein weiteres besonderes Modell ist der Monokini, in seiner ursprünglichen Form besteht der Monokini aus einer Badehose, die bis zu den Rippen reicht und zwei dünnen Trägern, die sich vor der Brust kreuzen. Mittlerweile spricht man allerdings bei einem verbundenen Bikini von einem Monokini. Die bisherige Entwicklung hat gezeigt, dass die Bademode mittlerweile ein eigenständiger Teil der Mode ist und dass sich dieser im Laufe Jahre ebenso stetig weiterentwickelt.


