Wäsche im Mittelalter

Der Einfluss bei der Geschichte der Dessous reichte bis in die Zeit der verträumten Minnesänger des 12. Jahrhunderts. Auf diese Weise können wir uns heute ein gutes Bild davon man, wie langsam die damalige Entwicklung war und wie groß der Einfluss der römischen Kultur war. Die Tunika war maßgebend für die Entstehung der barbarischen Oberbekleidung. Denn das Obergewand der Barbaren war ein Abbild der römischen Tunika. Der Unterschied zur römischen Kleidung war jedoch, dass das Obergewand der Barbaren immer länger wurde und die Hosen dagegen immer kürzer ausfielen.

So kam es, dass Frauen ihre Hemden im 14. Jahrhundert bis zu den Knöcheln oder Waden trugen. Die Männermode war hingegen kürzer gestaltet. Die Hemden wurden bis zum Oberschenkel und seitlich geschlitzt getragen. Gehen wir nun 1 Jahre weiter in der Vergangenheit so stellen wir fest, dass im 15. Jahrhundert das Hemd zur Oberbekleidung der Männer gehörte. Hemden wurden verstärkt zur Zierde getragen und am Hemd wurden sogar Details hervorgehoben. Wer hat sich nicht schon mal fasziniert angeschaut – die Stehkrägen aus dem Mittelalter. Wir machen einen Sprung in der Zeit und gelangen bei der Geschichte der Unterwäsche in das 16. Jahrhundert – die Zeit der Stehkrägen. Stehkrägen waren Mitte  16. Jahrhundert bei Männern und Frauen gleichermaßen modern. Sie wurden mit kleinen Halskrausen gebunden. Denken wir an die Bilder der damaligen Maler, so kommen auf diesen Bildern auch unweigerlich Nachthemden vor. Amüsant ist, dass das Nachthemd, damals „Herzschützer" genannt wurde und ein totaler Modetrend war!


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