Dessous aus Polyester

Bisher wurden hauptsächlich elastische, chemische Fasern für die Dessousherstellung vorgestellt. Suchen wir jedoch einen chemischen Stoff, der nicht elastisch sein soll, da er den Köper besonders formen soll, so stoßen wir schnell auf das Material Polyester. Schauen wir auf das Etikett, wenn wir Pullis oder Hosen aus festem, künstlichem Material vor uns haben, so steht meistens Polyester auf dem Etikett.  Polyester sorgen für die Stabilität in Dessousstoffen. Die angegebene Prozentzahl auf dem Etikett zeigt an wie viel Polyester in den Stoffen vorhanden ist und somit wie fest der Stoff ist. Denn Polyester ist ein hartes, unelastisches Material, dass für die Formgebung der Dessous verantwortlich ist.

Polyester finden wir daher in Corsagen, Korsetts, formenden Pantys, aber auch in geringer Menge in BH’s, Slips und Strings. Somit wird im ganzen Unterwäschebereich eingearbeitet. Da Polyester eine sehr harte Faser ist, sollte man darauf achten nie Unterwäsche oder Dessous aus 100 % Polyester zu kaufen. Denn reine Polyesterdessous können die Haut beengen und sind nicht atmungsaktiv, daher fängt man darin schnell zu schwitzen an. Ein geringer Prozentsatz ist völlig in Ordnung, da er den Dessous die richtige „Härte“ und Formung verleiht. Polyester in Dessous sorgt dafür, dass die Dessous nicht knittern. Besonders im Spitzenbesatz der Unterwäsche ist ein hoher Anteil an Polyester, dieser sorgt für eine formstabile Spitze.

Chemisch gesehen ist Polyester eine Gruppe von Kunststoffen, welche aus organischen Säuren und Alkoholen hergestellt werden. Diese Kunststoffgruppen müssen mindestens zwei Carboxyl- oder Hydroxylgruppen im Molekül beinhalten. Das ist zum Beispiel Polyethylenterephthalat. Aus Polyethylenterephthalat werden unter anderem auch Kunstfasern und von Folien gefertigt.

 

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