Unterwäche in der Renaissance
Bei der Reise durch die Geschichte der Dessous sollten wir auch in der Renaissance halt machen. In der Renaissance änderte sich die Dessousmode bei den Frauen. In der Renaissance hieß es Rundungen zu zeigen. Demnach wurde besonders bei der Unterwäsche die Hüfte betont. Nun eine richtige Unterwäsche im heutigen Sinne war es damals mit Sicherheit nicht, aber die Damen versuchten alles um unter Ihrem breiten, wallenden Kleid die Hüfte zu verbreitern und das Kleid so gut wie möglich ballonartig zu verbreitern. Also banden sich die Damen der Renaissance Tücher wulstartig um die Hüfte. Es dauerte eine Weile bis die Damen von dieser unpraktischen Modeerscheinung abließen und den Reifrock für sich entdeckten. Der Reifrock war praktischer anzuziehen und hatte vor allem den Vorteil, dass er das breite Kleid noch breiter erschienen ließ. Denn auf dem Reifrock war genügend Platz um die ganze Pracht des getragenen Kleides auszubreiten. So konnten die vornehmen Damen die ganze Kostbarkeit ihrer verzierten Kleider präsentieren.
Die Damen der Renaissance hatten aber nun das Problem, dass die Taille auf keinen Fall zu breit ausfallen durfte, sonst wäre der schöne Anblick der Hüfte und des Kleides zu nichte gewesen. Daher bestimmte der Vorläufer des Korsetts, die Schnürbrust in die damalige Mode. Das damalige Korsett wurde also aus der Not geboren und sollte die Hüfte durch eine schmale Taille noch besser zur Geltung bringen und ein verführerisches Dekollete schaffen. Besonders bequem war die damalige Schnürbrust auf keinen Fall, denn die Damen schnürten die Taille so stark es nur ging zusammen, Schultern und Arme wurden zurückgezogen und die Brust sehr hoch geschnürt. Aber die Damen nehmen ja auch bis heute große Strapazen in kauf um zu gefallen… viel geändert hat sich seit der damaligen Zeit also nicht!
Copyright Dessous-history.de, jegliches Kopieren dieser Texte zur Vervielfältigung ist nicht erwünscht und nur mit ausdrücklicher vorheriger Genehmigung gestattet!


